Am Morgen des 17. Januar 2012 wurden die Räumlichkeiten des Zerlegebetriebes VION Hilden GmbH von der Staatsanwaltschaft Düsseldorf durchsucht. VION unterstützt die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in vollem Umfang. Gleichwohl hält VION die Vorwürfe der Behörden für nicht nachvollziehbar.
Im Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Düsseldorf wird der Vorwurf erhoben, VION habe in einem nicht näher bezeichneten Zeitraum Rindfleisch aus verschiedenen europäischen Herkunftsländern als deutsches Fleisch umetikettiert und verkauft und damit ggf. höhere Erlöse erzielt, als es mit dem Verkauf von Fleisch ausländischer Herkunft möglich gewesen wäre.
Tatsächlich beliefert der betreffende Betrieb in Hilden überwiegend (zu 80%) Großkunden, die bei VION nur EU-Fleisch beziehen. Diese Ware kommt aus Deutschland und zahlreichen weiteren Herkunftsländern der EU. Genau so wie bei Fleischimporten aus Argentinien, Brasilien, Uruguay und Neuseeland wird die Ware aus der EU, wie gesetzlich vorgeschrieben, mit dem jeweiligen Herkunftsland deklariert. Unabhängig davon, ob das Fleisch aus Deutschland oder einem anderen EU-Herkunftsland kommt, wird das Fleisch einheitlich zum selben Preis verkauft. Daher wäre mit einer Umetikettierung ein höherer Verkaufspreis nicht zu erzielen.
Das lässt sich aus Sicht von VION durch das der Staatsanwaltschaft übergebene Beweismaterial dokumentieren. Auf Basis der Rindfleischetikettierungsverordnung unterliegt die Überprüfung der Herkunft des von uns verarbeiteten Fleisches bei VION einem umfangreichen internen und externen Kontrollsystem - inklusive einer weitreichenden Dokumentation. Auch 2011 haben angemeldete und unangemeldete Kontrollen, wie sie u.a. durch Orgainvent, die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) sowie die unabhängige interne Revision regelmäßig durchgeführt werden, ausnahmslos zu keinerlei Beanstandungen geführt.
Als Hintergrundinformation erlauben wir uns folgenden Hinweis: Ausgelöst wurde das Ermittlungsverfahren durch zwei ehemalige Mitarbeiter eines seit Ende 2010 nicht mehr bei VION tätigen Subunternehmers. Mit den gleichen Vorwürfen hatte der WDR bereits Anfang 2011 eine Anfrage an VION gerichtet. Diese Anfrage wurde seinerzeit vom Unternehmen umfassend beantwortet, mit dem Ergebnis, dass der WDR zunächst von einer Berichterstattung absah. Wie der WDR am 17. Januar 2012 berichtete, seien es die Recherchen des Senders gewesen, die das Ermittlungsverfahren initiiert hätten.
Dr. Anja Kleine-Wilde
Manager PR & Communication
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